Das Tauchgebiet bei Tulamben in Bali

Tulamben ist ein kleines Dorf an der Ostküste von Bali und bietet euch einen idealen Ausgangspunkt für euren Tauchurlaub auf Bali. Bekannt geworden durch das Liberty Wrack, ist Tulamben heute ein beliebtes Tauchgebiet auf Bali. Die Bucht bietet neben dem bekannten Liberty Wrack noch eine Wand sowie Korallen und künstliche Riffe.

Weitere Plätze erreichen wir mit einem lokalen Boot, den sogenannten „Jukung“ oder mit unserem kleinen Transporter. So bietet das Tauchgebiet ein weiteres Wrack in Kubu, Mackro Spots in Seraya oder herrlich bewachsene Felsen aus uralten Lavagestein bei Emerald an.

Durch die kurzen Anfahrten zu den einzelnen Tauchplätzen können wir flexible Tauchgangplanung und individuelle Tauchgänge im Tauchgebiet um Tulamben garantieren. Die Tauchplätze eignen sich auch perfekt für Tauchausbildung, sei es als Anfänger, Profi oder technischer Taucher.


Lage der Tauchplätze bei Tulamben auf Bali


Liberty Wrack

Der Bug der Liberty

Liberty Wrack

Das Liberty Wrack war ein amerikanischer Frachter der im Zweiten Weltkrieg hauptsächlich im Indischen Ozean unterwegs war. Ein Angriff eines japanisches U-Boot im Jahr 1942 beschädigte die Liberty schwer. Der Versuch den Frachter nach Nord Bali zu schleppen misslang. Die Mannschaft legte aus diesem Grund die Liberty an den Strand und gaben das Schiff letztendlich auf.

Das Schiff lag die nächsten 21 Jahre halb im Wasser und halb an Land. Durch ein Beben des Ausbruchs vom Vulkan „Agung“ im Jahr 1963 rutschte das Wrack zurück ins Meer. Heute ist das Liberty Wrack eines der bekanntesten Tauchplätze von Bali. Das Wrack liegt wenige Meter vom Strand entfernt. Es ist 125 Meter lang, 17 Meter breit und liegt in einer Tiefe von drei Meter bis 27 Meter. Wir erreichen das Wrack vom Resort in zehn Minuten Fußmarsch.

Das Liberty Wrack ist ein einfacher Tauchplatz und für alle Erfahrungsstufen des Tauchsports geeignet. Nach dem Einstieg vom Strand tauchen wir im flachen Wasser ab und erreicht nach wenigen Metern das Wrack auf einer geringen Tiefe. Es bieten sich verschiedene Touren ums Wrack an. Es ist wunderschön mit Hart- und Weichkorallen bewachsen. Eine alte Kanone ist noch gut zu erkennen. An einige Stellen ist es möglich ins oder durch das Wrack zu tauchen. Es ist hier der alte Frachtraum zwischen sechs Meter und 18 Meter Tiefe Erwähnenswert.

Der große Barrakuda am Wrack

Das Wrack beeindruckt durch seine Artenvielfalt. Einem Schwarm Soldatenfische begrüßt uns am Heck und am Ende des Tauchgangs warten handzahme Doktorfische und verschiedene Arten von tropischen Fischen. Mit Glück schaut der große Barrakuda vorbei. Die Schildkrötenpopulation hat sich in den letzten Jahren verbessert und Makrofans bietet das Wrack eine große Artenvielfalt von Schnecken, Krebsen und Garnelen. Gelegentlich werden Mondfische am Wrack von Tauchern gesichtet.

Den ganzen Tag ist es möglich am Wrack zu tauchen. Zwischen neun Uhr und 14 Uhr besuchen viele Gäste und Tauchern aus allen Regionen von Bali das Wrack und der Platz ist überfüllt. Wer zeitig aufsteht und vor um sieben Uhr morgens im Wasser ist, wird die Gruppe der Büffelköpfe treffen. Diese übernachten im Wrack und verlassen für die Nahrungssuche das Liberty Wrack am Morgen.

Drop Off

Taucher am Drop Off Tulamben

Drop Off

Der Drop Off ist ein weiterer Tauchplatz den wir in Tulamben vom Strand aus beginnen. Wir erreichen den Einstieg in fünf Minuten Fußmarsch. Das Highlight ist eine Steilwand, die für alle Erfahrungsstufen des Tauchsports geeignet ist. Vom Strand aus ist die Lage des Tauchplatzes an den aus dem Wasser ragen Vulkansteinfelsen zu erkennen.

Wie üblich in Tulamben steht am Anfang ein langsamer Abstieg über eine Gesteins- und Sandfläche. Diese bietet auf den ersten Blick nichts. Bei genauerer Betrachtung sind Nacktschnecken und kleine Krabben zu entdecken. Auch einen Karnevalstintenfisch konnten wir hier beobachten. Nach fünf Minuten erreichen wir die ersten Korallen der Steilwand. Wir sind bei der Wahl der Tiefe flexible und können die Tauchtour der jeweiligen Erfahrungsstufe unserer Gäste anpassen. Die Steilwand ist ein idealer Platz für Tieftauchgängen. Technische Taucher kommen hier auf ihre Kosten und wurden einige Male durch einen Mondfisch überrascht.

Füsiliere beim Drop Off

Die Steilwand bietet Sporttaucher enorm viel Korallenbewuchs und tropischen Fisch an. Direkt an dem Übergang vom Riff zu der Steilwand bietet ein Blick ins offene Meer ein beeindruckendes fischreiches Panorama. Bei idealen Bedingungen können wir weit an der Wand herunterschauen. Mit etwas Glück schwimmen Großfische wie Napoleonfische, Büffelköpfe, Schildkröten oder Schwarzspitzenriffhaie vorbei. Selbst der Sicherheitstop am Ende des Tauchgangs wird durch einen Schwarm Füsiliere nie langweilig.

Coral Garden

Foto Shooting mit einer Sepia

Coral Garden

Als Coral Garden bezeichnen wir in Tulamben das Areal zwischen Liberty Wrack und Drop Off. Der Einstieg befindet sich mittig in der Bucht von Tulamben und wenige Minuten Fußmarsch vom Ocean Sun Dive Resort entfernt. Wir absolvieren an diesem Platz die ersten Tauchgänge mit unseren Gästen, sei es um die Ausrüstung zu checken, den ersten Tauchgang im Open Water Kurs zu meistern oder nach längerer Pause wieder einen perfekten Einstieg in den Tauchsport zu finden.

Der Coral Garden ist für alle Erfahrungsstufen geeignet. Für Leute, die mit dem Tauchsport gerade beginnen, bietet er im Bereich zwischen drei Meter und zehn Metern ein leichten Bewuchs mit Korallen und viel tropischen Fisch an. Viele Anemonen mit den beliebten Clownfischen als Bewohner wachsen hier. Zwischen den Korallen verstecken sich häufig Geistermoränen, in den drei verschiedenen Entwicklungsstufen, welche wir an den jeweiligen Farben Schwarz, Blau oder Gelb erkennen können. Riffhaie kreuzen über den Sandflächen des Coral Garden und werden gelegentlich gesichtet.

Statue im Coral Garden

In den letzten Jahren wurden viele balinesische Figuren oder Stahlkonstruktionen versenkt und über diese Sandflächen verteilt. Diese künstlichen Riffe sind mittlerweile mit Korallen bewachsen und ziehen viel Fisch an. Ein Schwarm Wimpelfische fühlt sich seit einiger Zeit heimisch hier und ein Schwarm Gelbrandfüsiliere schauen des Öfteren vorbei.

Im tiefen Bereich finden wir viele Putzstationen der Meeresbewohner. Verschieden Arten von Garnelen bieten ihren Putzservice den Fisch an. Muränen verstecken sich dort gerne. Fische stehen dort Schlange, um in den Service der kleinen Putzgarnelen zu kommen. Ab 35 Meter fängt der sogenannte „Deep Garden“ an. Technische Taucher finden hier einen fast unberührten Korallenbewuchs, der sich streckenweise bis 80 Meter Tiefe zieht. Zwischen 40 Meter und 50 Meter Tiefe lassen sich gelegentlich Mondfische putzen. Große Lobster und spezielle Nacktschnecken bewohnen das tiefe Riff. Mit viel Glück schwimmt etwas Großes vorbei.

Alamanda

Orientalische Süßlippe bei Alam Anda

Alamanda

Alamanda ist ein Platz den wir mit einem sogenannten „Jukung “ erreichen. Start ist der Einstieg beim Drop Off und die Fahrt dauert nicht länger als fünf Minuten. Der Einstieg erfolgt direkt vom kleinem Boot und die Ausrüstung wird im Wasser angelegt.

Der Korallenbewuchs beginnt direkt nach dem Abstieg im flachen Wasser. Beginnend am Ufer erstreckt sich der Flachbereich bis zu 50 Meter ins Meer. Hier ist es nicht tiefer wie sechs Meter. Danach fällt der Meeresgrund mit einer Neigung von 45° ab.

Federschwanz Stechrochen 

Dieses intakte Riff besteht aus stehenden Korallenblöcken, kleinen Drop Offs, Korallenplateaus und Felsen aus erkalteter Lava. Wir finden hier unzähligen Weich- und Hartkorallen, Gorgonien und Schwämme. Dazwischen laden immer wieder Sandflächen zum Verweilen ein. Der Platz bietet ideale Bedingungen für alle Erfahrungsstufen des Tauchsports an. Es gibt hier eine enorme Artenvielfalt an tropischen Fischen. Blaupunktrochen, Schaukelfische, Muränen, Feuerfische, Langnasenbüschelbarsche, Geisterfetzenfische, Pygmäen-Seepferdchen, Garnelen, und etliche Nacktschnecken leben hier. Strömungen sind an diesem Platz möglich und wir nutzen diese zum Driften. Mit der richtigen Strömung tauchen wir dann bis zum Drop Off.

Batu Kelebit

Büffelkopf-Papageifisch

Batu Kelebit

Wir erreichen den Tauchplatz mit einem Jukung in ungefähr sieben Minuten vom Strand in Tulamben. Batu Kelebit ist an drei kleinen Vulkanfelsen, die gerade über die Wasseroberfläche ragen, zu erkennen. Der Namen kommt wahrscheinlich von Batu Lebih was „mehr Fels“ bedeutet. Die Ausrüstung legen wir im Wasser an, da das Boot  klein ist.

Weißspitzen Riffhai ruht bei Batu Kelebit

Unter Wasser bietet sich ein ähnliches Bild wie der Platz bei Alam Anda. Uralte erkaltete Lavaströme haben Felsformationen geschaffen die sich tief ins Meer ziehe. Diese Felsen sind mittlerweile wunderschön mit Hart- und Weichkorallen bewachsen. Wir bekommen neben der typischen Artenvielfalt an Rifffischen, Makrelen, Fledermausfische, Süßlippen und jede Menge Füsiliere zu sehen. Oft begegnen wir hier große Riffhaie, Büffelkopf-Papageienfische und Adlerrochen. Der Tauchplatz bietet hervorragende Sichtweiten und unberührte Korallenriffe. Der Korallenbewuchs zieht sich weit über die 40 Meter und der Platz ist bestens für das Tieftauchen geeignet. Strömungen sind an diesem Platz möglich.

Da das Boot an der Oberfläche wartet, können wir uns den Bedingungen jederzeit anpassen, um eine schöne Taucherfahrung zu bieten.

Emerald

Grüne Meeresschildkröte

Emerald

Mit einem Jukung erreichen wir Emerald nach zehn Minuten Bootsfahrt vom Strand in Tulamben. Der Einstieg erfolgt vom Boot, wobei wir unsere Ausrüstung im Wasser anlegen. Wir tauchen in einer Bucht ab und finden im Flachbereich bis sechs Meter eine Vielzahl von verschieden Korallenarten und tropischen Fischen. Die markanten Farben der Kaiserfische und Harlekin-Drückerfische fallen hier als Erstes ins Auge.

Nach dem Flachbereich finden wir die typischen Lavafelsen, die sich tief ins Meer erstrecken und sich mit leicht bewachsenen Sandslopes abwechseln. Ein erkalteter Lavastrom markiert die äußere Ecke der Bucht. Da diese Ecke sich weit ins Meer zieht, ist hier der Korallenbewuchs besonders schön und es gibt viel Fisch an dieser Stelle. Diese Ecke ist das Ziel des Tauchgangs. Langsam tauchen wir dem Riff folgend aus der Bucht heraus. Hier finden wir die ersten bewachsenen Felsen. Auf 18 Meter Tiefe gibt es dort einen riesigen Elefantenohrschwamm. Ein altes Autowrack finden wir im ersten Sandslope auf 24 Meter. Es ist mittlerweile zerfallen und nicht mehr als Auto zu erkennen.

Je näher wir der äußeren Ecke kommen, kann die Strömung stärker werden. Bei idealen Bedingungen können wir uns um diesen Felsen treiben lassen und das Unterwasserspektakel bewegungslos genießen. Oft sehen wir an dieser Stelle Büffelkopf-Papageienfische oder große Napoleons und gelegentlich schwimmt ein Adlerrochen vorbei. Am äußersten Punkt tauchen wir in die nächste Bucht, welche  vor der Strömung geschützt ist.

Emerald bietet viele Überraschungen

Hier finden wir direkt unter der Felsenkante eine riesige Tischkoralle unter der sich gerne Weissspitzenriffhaie ausruhen. Es gibt einen kleinen Tisch mit Stühlen wo Taucher  sich gerne hier zu einem lustigen Foto hinreißen lassen. Falls es die Strömungen zulassen, tauchen wir über den Felsen in die andere Bucht zurück und finden dort, neben den am Anfang erwähnten Korallenbewuchs, ein paar künstliche Riffe.

Durch die enorme Fisch- und Korallenvielfalt sowie durch seine spezielle Topografie ist dies einer unsere Lieblingstauchplätze den wir von Tulamben aus erreichen.

Boga Wreck

Das Oberdeck des Boga Wrack

Boga Wrack

Den Einstieg zum Wrack der Boga erreicht wir zehn Minuten mit dem Pickup vom Ressort aus. Bei dem Wrack handelt es sich um ein 43 Meter langes ehemaliges Schiff der indonesischen Küstenwache. Helfer bereiteten das Schiff in einer vier Monate dauernden Arbeit vor, um es für Taucher zugänglich zu machen. Im Zuge dieser Arbeiten sind alle Fenster sowie Türen entfernt worden und das Schiff wurde von allen giftigen Rückständen befreit. Am 17. September 2012 versenkten Helfer die Boga. Das Ergebnis ist ein junges Wrack, welches noch vollständig intakt ist.

Der Bug der Boga

Das Wrack erreichen wir vom Strand und es sind hier Führungsleinen befestigt. Die Boga ist ein neues Zuhause von unzähligen Fischen geworden. Es liegt in einer perfekten Tiefe für erfahrene Taucher von 18 Meter bis 34 Meter. Fünf Minuten nach dem Beginn des Tauchgangs sehen wir vom flachen Wasser den Bug des Schiffes. Dieser steht aufrecht im Wasser und ist an der Außenseite von Korallen besiedelt. Die Schiffsschraube markiert den tiefsten Punkt des Wracks.

Im Inneren bietet es drei Decks auf denen sich Schätze verbergen. Von versenkten Statuen bis hin zu einem VW Kübelwagen sind hier zu entdecken. Auf dem Oberdeck ist die alte Toilette noch gut erkennbar und es wurde ein Holzruder montiert. Dieses dient oft als Motive für Erinnerungsfotos. Der Rückweg vom Wrack zum Einstiegspunkt ist nicht weniger spektakulär. Diverse Nacktschnecken und Fangschneckenkrebse tummeln sich zwischen den Weichkorallen und Glasfische wohnen in den Hartkorallen. Das Boga Wrack ist einer unseren Favoriten Spots bei Tulamben und ihr solltet diesen Platz auf keinen Fall verpassen.

Seraya Secret

Harlekingarnelen bei Seraya

Seraya Secret

Wir erreichen Seraya nach zehn Minuten. Anfahrt mit unserem kleinem PickUp. Nach dem Einstieg vom Strand beginnen die Tauchgänge im flachen Wasser und fallen über eine sandige Fläche auf maximal 30 Meter ab. Seraya ist einer der besten Plätze für Makro Fans in Tulamben und bietet besonders Fotografen eine Vielfalt von verschiedenen Motiven. Seepferdchen, Flügelrossfische, Harlekingarnelen – hier ist alles möglich. Im Flachbereich finden wir  künstliche Riffe wo über die Jahre verschiedenen Korallen gewachsen sind.

Mimik-Oktopus

Viele kleinere Felsblöcke, Weichkorallen und Schwämme sind über den sandigen Untergrund verteilt. Diese sind  von verschiedenen Arten Garnelen und Krabben bewohnt. Unzählige Fischarten wie Fledermausfalterfische, Schnepfenmesserfische und tausenden von Fahnenbarschenhaben sind hier zu Hause und leben standorttreu an diesem Platz. Der schwarze Sand am Grund bietet einen idealen Kontrast zu den farbigen Schnecken. Wie üblich bei Makroplätzen suchen wir nach kleinen und speziellen Meerestieren die Bali’s Unterwasser zu bieten hat und tauchen keine Standards ab.