SCR Horizon tagebuch 11.12.2019  

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Ric
 Ric
(@ric)
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11/12/2019 4:14 pm  

Die letzten Tage waren sehr aufregend und es gab einiges abzuarbeiten nach dem Kurs mit Marc Crane als Trainer. Aber nun will ich euch nicht länger warten lassen und wie versprochen über den Kurs und dem SCR Horizon berichten. Achtung, den Bericht vom ersten Tag findet ihr in den vorherigem Post vom 5.12.2019.

Am zweiten Tag des Kurses stand nun der erste Tauchgang mit dem SCR Horizon auf dem Programm. Die Vorbereitung klappte dank der von SSI erstellten Checklisten ohne Probleme.Dabei merkt man schnell wie wichtig diese Checklisten sind. Es sind doch einige Punkte zu beachten und die Vorbereitung nimmt etwas mehr Zeit in Anspruch als bei einen Open Circle. Der Tauchgang war auf 12 Meter geplant und sollte uns an das Gerät gewöhnen. Auch sind wir nur mit einem Tank los, da dieser Teil des Kurses noch nicht die dekompressionspflichtigen Tauchgänge umfasst. ( Arrow  Vorteil Nr.1) Es ist tatsächlich möglich als Sporttaucher mit 24 geloggten, einer EAN40 Zertifikation und einer Zertifikation im Tieftauchen auf den SCR Horizon trainiert zu werden. Nachdem Abtauchen gab es auf 5 Meter einen weiteren Check bevor es dann losging. Als erstes machte sich  natürlich die Änderung in der Tarrierung bemerkbar. Den das Lungenvolumen kann man auf einem Rebreather nicht mehr nutzen. Auch war ich mit etwas zu wenig Blei unterwegs und hatte ein paar Probleme am Anfang. Nach einiger Zeit klappte es gut und hier merkte ich sofort den ersten großen Unterschied zum Open Circle. Die Atmung ( Arrow  Vorteil Nr.2) fühlt sich so gut an. Es gibt so gut wie keinen Atem Widerstand. Auch wird die Tarrierung, wie schon erwähnt, durch die Änderung des Lungenvolumen nicht beeinträchtigt.

Im zweiten Tauchgang zeigte sich hier das ( Arrow  Vorteil Nr.3) das schwimmen gegen eine Strömung bei weiten einfacher ist als mit einem Lungenautomat. Das lässt sich auf den nicht vorhandenen Atemwiderstand und dem Wegfall der Lungen Tarrierung zurückführenen. Im zweiten Tauchgang war ich dann auch mit einer perfekten Bleimenge unterwegs und die Tarrierung klappte fast wieder problemlos. Das war auch wichtig da Marc uns mit einigen Übungen auf Trab hielt. Hierbei waren die Bailout (Notfall) Übungen am wichtigsten und wir trainierten wie man richtig auf einen nicht richtigen Sauerstoffanteil in der Luft oder auf eine Kohlendioxid Gasübersättigung reagiert. Diese Szenarien können gefährlich werden, sind aber (  Arrow  Vorteil Nr.4) mit dem Horizon sehr einfach zu lösen. Der SCR Horizon hat einen integrierten Lungenautomat am Loop des Rebreathers auf den ihr jederzeit problemlos wechseln könnt. Dadurch atmet ihr dann ganz normal von der Flasche und könnt den Tauchgang problemlos abbrechen. Auch wenn dieser ganze Vorgang einfach ist benötigt ihr etwas Training bis die Bewegungsabläufe in Fleisch und Blut übergangen sind. Zum Schluss zeigte uns Marc noch wie der SCR Horizon nach dem Tauchgang vernünftig gewaschen und für den nächsten Tag eingelagert wird. Ein langer Tag mit vielen neuen Erkenntnissen. 


Ersten Eindrucke vom Horizon

Am dritten Tag standen wieder zwei Tauchgänge auf dem Programm. In diesem Training ging es hauptsächlich um Team Bildung und die richtige Planung der Tauchgänge. Der Zusammenbau ging schon etwas flotter von der Hand. Lobend möchte ich hier nochmal die Checklisten von SSI erwähnen die den ganzen Prozess übersichtlich machen und enorm viel Vertrauen in den ganzen Ablauf einbringen. Im dritten Tauchgang ging es dann auf 20 Meter. Und es wurde weiter mit den Bailout Szenarien geübt. Auch musste ich feststellen das sich einige Handzeichen für mich geändert hatten und so die Verständigung etwas durcheinander war.  Der Tauchgang endete mit einer Notfallübung in der unser Team auf die von Marc vorgegeben Situation reagieren sollte. Und Oh mein Gott Scared  , ich dachte eigentlich das mich niemand mehr beim tauchen stressen könnte. Marc hat es geschafft. Hier zeigte sich wie einfache Abläufe in Stress Situation durcheinander geraten und wie wichtig es ist solche Abläufe zu trainieren. Ok. Raus aus dem Wasser und nach kurze Mittagspause zum zweiten Versuch. Hier wurde uns nun das erste Mal ein Tauchplan mit gesetzten Dekostops (Dekoverpflichtung) vorgegeben. Achtung, diese Übung ist schon Bestandteil des Extended Range Programm und ist nicht notwendig bei der No-Deko Version des Kurses.

Ich war zum Teamleader auserkoren und dachte das alles ziemlich logisch ist und war voller Optimismus mit meiner Erfahrung einen guten Tauchgang abzuliefern. Bis auf die geplante Tiefe von 30 Metern war auch alles gut und wir lagen gut im Plan bis Marc wiedereinmal ein Bailout Szenario starte. Mano Exhausted  . Das Team war etwas besser vorbereitet aber es war nicht möglich unseren Tauchplan einzuhalten. Im realen Fall hätten wir so länger in den Dekostops warten müssen. Ok. Raus aus dem Wasser, Gerät gewaschen, Nachbesprechung und das den SCR Horizon für den nächsten Tag vorbereitet. Hier mussten wir nun auch das erste Mal den Kalk wechseln. Auch hier zeigt sich wie gut durchdacht das Gerät ist. (  Arrow  Vorteil Nr.5) Aufgrund der Aufteilung des Kalk Behälter auf zwei Patronen mussten und dem Weg der Luft durch diesen Kalk muss nur eine Patrone gewechselt werden und der Kalk wir so effektiver genutzt als mit einer Patrone. Cool  

 

Am vierten Tag stand dann der erste Tauchgang mit einer zweiten Flasche auf dem Programm. Es war eine lange Vorbereitung, da Marc uns auch gleich das notwendigen Wissen über das Tauchen mit einem Deko Tank erklärte. Hier mit dem Schwerpunkten auf Zusammenbau und Analyse des Sauerstoffgehalts sowie mit der richtigen Beschriftung auf der Tauchflasche. Es war wieder ein Tauchgang auf 30 Meter geplant. Diesmal mit einem längeren Aufenthalt auf 30 Meter so das jetzt auch verpflichtende Dekostops nicht mehr simuliert wurden. Es war ein sehr relaxter Tauchgang bis Marc ein neues Bailout Szenario startete. Aber  Smile   So langsam gewöhnt man sich an so etwas und das Szenario wurde fast mit Bravour gelöst und der Tauchgang sicher beendet. Diesmal wurde allerdings noch weiter trainiert und es gab noch einige interessante Aufgaben. Ein wirklich anspruchsvollen Training welches ich als sehr hochwertig einstufe. Zurück zur Oberfläche gab es dann eine weitere Überraschung. (  Arrow  Vorteil Nr.6)Tauchzeit 133 Minuten und 50 Bar im Booten Gastank und 80 im Deko Tank.

Inlove   WAHNSINN  Love  

 

Ich komme zum Schluss zu diesem Part nochmal zurück, da ich dies als einen der wichtigsten Unterschiede zum Tauchen mit einer Tauchflasche und dem Lungenautomat halte. An diesem Tag waren dann auch alles etwas müde und nach dem Debriefing ging es nach Hause.

Training im Team

Der fünfte Tag war eigentlich nicht geplant, da der Kurs nach 4 Tagen abgeschlossen sein sollte. Allerdings stellte sich heraus das dies eigentlich nicht möglich ist wenn man ein gutes Training erwartet. Ich denke das in der Deko Version des Kurses 5 bis 6 Tage angebracht sind und denke das dort sich in naher Zukunft auch noch etwas ändern wird. Wir planten unseren ersten 40 Meter Tauchgang und hatten mehrere Dekoverpflichtungen auf dem Weg zur Oberfläche eingeplant. Auch erklärte uns Marc den Zusammenbau und Einsatz einer Sicherheitsflasche. Heute ging es auch vom Boot ins Wasser wo die Flasche zum Schluss auf 6 Meter Tiefe abgelassen wurde. Ja eigentlich hätten wir es wieder wissen müssen aber der Tauchgang war so relaxt mit einem Adlerrochen und einer Schildkröte als Highlights. Marc startete in der letzten Minute der Grundzeit auf 40 Meter sein Notfall Szenario. Hyperkapnie mit Bailout und den Dekostops. Wie bestellt dann auch noch eine leichte Strömung die uns vom Riff wegtrieb. Nochmal Mano  Exhausted  . Jetzt war auch klar warum da eine Sicherheitsflasche auf 6 Meter hing. Zum Schluss hingen wir alle im blauen Wasser und absolviert unsere Dekostops. Das Riff war nicht mehr zu sehen aber Dank der richtig gesetzten Aufstiegsbojen wartete das Boot an der Oberfläche auf uns. Am Nachmittag gab es dann die abschließende Theory mit dem Examen, welche alle bestanden. Ein super Kurs von Marc der es schaffte uns an die Grenzen zu bringen und dabei nie den Überblick verlor und uns so auf ein gutes Level brachte um den SCR Horizon in Zukunft sicher zu nutzen. 

Fazit. Was den SCR Horizon nun so besonders macht habe ich im Text mit den markierten Vorteilen schon deutlich hervorgehoben. Es ist wirklich ein gutes Gerät welches Sporttauchern vom Tauchen mit  Rebreathern überzeugen tauchen könnte. Dabei hatte ich die selben Bedenken am Anfang die vielleicht viele von euch haben. Ist das nicht alles zu aufwendig und zu teuer mit solchen Rebreathern ins Wasser zu gehen. Ja es macht etwas mehr Arbeit den Tauchgang vorzubereiten, speziell wenn man eine Dekoflasche mitnehmen möchte. Dank der Checklisten und dem im System integrierten "Pre-Jump Check" ist dies jedoch ein Kinderspiel und beansprucht ca. 15 Minuten Vorbereitung. Das Gerät wird wahrscheinlich um die 4000 Euro als Deko Version kosten und ist damit bei weitem günstiger als ein geschlossener Rebreather. Dabei sollte man nicht vergessen das neben dem Rebreather das Wing Jacket, der Tauchcomputer und die beiden Stage Regulatoren im Paket inklusive sind. Die Kosten für einen Tauchgang hängen dabei etwas von den lokalen Kosten für den Atemkalk ab. Da dieser durch Transport und Zoll in Bali teurer ist als in Deutschland sind die Tauchgänge hier etwas teurer als mit einer Einzelflasche.

In den letzen drei Tagen zeigte sich dann aber der wirklich Vorteil eines Horizon. Wir machten bisher drei Tauchgänge, die wir selber plante. Man ist extrem flexible bei der Planung wenn das Prinzip und Wirkungsweise der verschieden Nitrox Mischungen verstanden wird.  Die Tauchzeit kann extrem verlängert werden. So tasteten wir uns etwas langsam an die Limits heran. Am ersten Tag einen 80 Minuten Tauchgang auf 30 Meter wo wir 30 Minuten verbrachten. Nachdem Aufstieg waren immer noch 120 Bar im Bottom gas Tank und 170 Bar im Deko Tank vorhanden. Heute dann ein Tauchgang auf 36 Metern für 30 Minuten mit allen Dekostops waren wir nach 85 Minuten an der Oberfläche und hatten immer noch 100 Bar im Bottom gas Tank und 120 bar im Deko Tank vorhanden. Nicht zu vergessen das wir mit 5,5 Liter Flaschen tauchen.  Starry Eyes  WOW . Die Limits sind noch nicht erreicht und wir testen in den nächsten Tagen weiter.

Mich hat die ganze Sache überzeugt und ich habe den SCR Horizon ins Herz geschlossen. ich hatte schon lange nicht mehr soviel Spaß am tauchen. Es wir mir schwer fallen auf den Lungenautomat zurück zu gehen in den nächsten Tagen, wenn wieder Tauchschüler auf mich warten. Ich denke das der SCR Horizon viele Sporttaucher das Tauchen mit Rebreathern schmackhaft machen wird so wie er es bei mir geschafft hat. 

  

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